Schuld Schulden

Eigentlich ist es eh ein offenes Geheimnis – dass, solange wir im Mangelbewusstsein leben – und verharren – dieses auch immer weiter anziehen – doch, um es wirklich zu be.greifen – und auch eine Chance zu haben, da endlich raus zu kommen – bedarf es oftmals einschneidender VerÄnderungen im alltäglichen Leben.

Mich persönlich beschäftigt das Thema Schulden eigentlich schon seit Jahrzehnten. Es gab da eine Zeit – nach meiner ersten Scheidung und vor meiner nächsten Beziehung, wo ich eigentlich ganz gut lebte – allein – mit eigener Wohnung – mir alles leisten konnte, was ich wollte – aber trotzdem fehlte mir etwas zum – wie ich damals glaubte – vollkommenen Glück.

Letztendlich kam ich mit einem Menschen zusammen, der kein Problem damit hatte, auch mal das Konto zu überziehen – und eben so richtige Schulden zu machen. Ich war aufgewachsen mit der Doktrin – nichts kaufen, was du nicht zahlen kannst – und wennst was Neues willst, dann musst du vorher genug sparen, um es dir leisten zu können.

Ok – ich lernte, damit zu leben, dass wir immer Schulden hatten – und ich das mit meinem Gewissen – und mit der Bank – immer irgendwie regeln musste 🙂 Es belastete mich – und dann noch viel mehr, als ich mit 35 Jahren keinen Job mehr fand und mich selbständig machte – aber zumindest schaffte ich es immer, dass „meine Firma“ sich selbst erhalten konnte.

Nach meiner zweiten Scheidung wars dann etwas leichter – was interessant war, weil mein 3.Ex brutto nicht mal das verdiente, was der 2.Ex netto hatte – und trotzdem gings immer irgendwie – durch ihn lernte ich den Lebenskünstler kennen – und nahm einige Dinge an, die mir vorher vollkommen fremd waren.

Letztendlich war dann aber die Belastung, welche ich mir selbst auflud, doch zu groß – und auch diese Ehe scheiterte letztendlich. Endlich war ich wieder „frei“, aber die Schulden wurden trotzdem nicht weniger – naja, war da ja auch noch der endfällige Kredit fürs Haus, der mich seit dem Abschluss von vor 10 Jahren Magenprobleme bereitete – aber damals meinten ein Finanzberater und ein Unternehmensberater, dass dies die beste Form sei – und ich war so naiv, dies glauben zu wollen.

Ok – ich sprach bei der Scheidung mit meiner Bankbetreuerin, weil ich den Kredit gerne umgestellt gehabt hätte von endfällig auf regelmäßige Rückzahlung – sie riet mir ab – aus wirtschaftlichen Überlegungen – und wegen des damaligen Kursverlustes, wenn ich die Schweizer Franken in Euro zurück gezahlt hätte.

Es kam noch „schlimmer“ – ich fand einen Job – verlor ihn nach einem Jahr wieder – und stand dann vor der EntScheidung – alle Gewerbescheine weg – oder – keinen Anspruch auf Arbeitslosenentgelt. Irgendwie konnte ich nicht mehr – also beschritt ich den letztendlich nervenschonenderen Weg – hab alles aufgegeben und mich in die Obhut des Staates begeben.

Und siehe da – irgendwie dürfte das jetzt endlich der Punkt gewesen sein, wo ich – für mich – die Kurve schaffte. Der Beginn der Arbeitlslosigkeit war mega stressig – ich schaute, dass ich meine Fixkosten auf fast die Hälfte reduzierte – schränkte mich nachaltig in allem ein, was ich zum Leben brauchte – und auf einmal kamen auch Geschenke, die mir immer wieder weiter halfen.

Sei es die liebe Bekannte, die immer wieder mal ihren Kleiderschrank ausmistet – oder auch ein ehemaliger Schulkollege – oder auch ehemalige Arbeitskollegen – die mich immer wieder mal zum Essen einladen. Ich lebe jetzt nicht in Saus und Braus – aber ich kann behaupten, es gibt Menschen, denen es weit schlechter geht – und die weit weniger finanzielle Mittel zur Verfügung haben.

Und das Christkind brachte mir dann auch einen Menschen wieer in mein Leben zurück, der mich unter seine Fittiche nahm – und mich auch immer wieder unterstützt – sowohl finanziell, als auch moralisch und menschlich.

Anlässlich meiner Kündigung – und der damit verbundenen Reduktion der Fixkosten hab ichs jetzt auch endlich getan – und meinen Kredit umgestellt – und es war wirklich irgendwie wie eine Last, die von meinen Schultern fiel – seit diesem Schritt wirds wieder immer leichter und ent.spannter.

Und ich habe mir den Kontoauszug ganz groß ausgedruckt – an dem Tag, an dem die Versicherungen zurück gezahlt wurden – die ich 3 Stunden später gleich in die Kreditrückzahlung investierte – aber diese kurze Zeit war eine Unmenge Geld auf meinem Konto – und danach war auf einmal die Kreditsumme auf ein Drittel geschrumpft – das hat auch mein reales ErLeben mit einem Schlag viel leichter gemacht.

Zwischenzeitlich habe ich meine restlichen Schulden wieder bereinigt – und kann mit frohem Mut in die Zukunft schauen – es war für mich eine totale Erleichterung, dass die nächsten 8 Jahre nicht mehr der selbe Betrag in sechstelliger Höhe auf meinem Minuskonto steht – sondern ein nur mehr 5-stelliger, der jedes 3. Monat um einiges weniger wird.

Für mich persönlich war allein das wirklich eine Megalast, die ich losgeworden bin – und die mich befreit hat, dass ichs jetzt innerhalb eines halben Jahres geschafft habe, mich so weit wieder „auf die Reihe zu bekommen“, dass ich jetzt endlich auch wieder bereit bin, Zukunftspläne zu schmieden.

Wenn ich zurück schaue auf die letzten 30 Jahre, dann war da immer irgend ne Art von Schuld, die ich mir selbst aufgeladen hatte – ich war ja schon 2007 drauf gekommen, worums letztendlich ging – hab dann aber noch an die 3 Jahre gebraucht, um sie auch wirklich wieder los zu werden.

Und ich kann nur sagen – es ist ein absolut grenz.genailes Gefühl – finanziell endlich wieder dort zu stehen, wo ich vor an die 30 jahre war – mit Perspektive, dass es nicht nur gut weiter geht – sondern dass es immer besser werden darf – und auch wird.

Witzigerweise hat dazu auch noch die Aussage einer Wahrsagerin beigetragen, die auf den ersten Blick eigentlich negativ ausgelegt werden könnte – bei mir aber genau dieses Gefühl der Sicherheit ausgelöst hat, was ich noch gebraucht hatte, um endlich wirklich wieder neu durch zu starten – sie meinte damals:

„Ich sehe ein Haus mit einem Baum (symbolisch), welches ihnen gehört – und es auch bleibt auchihres – obwohl das Geld knapp ist – und sich das in nächster Zeit auch nicht ändern wird.“

Für mich war der Teil – und auch bleiben wird – es ist meins – mein Hexenknusperhäuschen am Waldrand im Himmelreich des Ortes, in dem die Götter Schach spielen – was sollte ich mehr wollen? Und doch – es kann – und darf – weiterhin immer besser werden.

Und es hat sich wieder mal bewahrheitet – loslassen – in Form von – nicht mehr an irgendwas klammern – bei mir wars die Schuld – die Sorgen, die ich mir gemacht hatte – teilweise um Menschen und deren Befindlichkeit, die mich eigentlich gar nicht betreffen hätten müssen.

Vor etwas mehr als einem Monat habe ich beschlossen – und auch kommuniziert – dass ich ab sofort mich nur mehr mit Menschen umgeben werde, die mir gut tun – die mich in irgend einer Form be.reich.ern – und mit denen es sich lohnt, meine Zeit zu verbringen und ihnen meine Aufmerksamkeit zu schenken – und seither fühle ich mich rundum ganz anders – und alles wird von Tag zu Tag immer leichter und lustvoller.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: