von sich auf andere schliessen

Ich persönlich bin ja bis vor Kurzem davon überzeugt gewesen, dass jeder Mensch immer nur von sich auf andere schließt – und auch nur schliessen kann – weil ich ja nur das er.kennen kann, was ich schon kenne – und nur dann eine Chance habe, mich weiter zu entwickeln, wenn ich mich bewusst drauf einlasse, Neues zu lernen.

Diese meine Überzeugung hat sich letzte Nacht etwas – oder auch ganz nachhaltig – relativiert – nämlich speziell in Bezug auf meine bisherigen Erkenntnisse mit der Human Design Matrix.

Ich möchte es daher abwandeln in:

Jeder Mensch schliesst immer von sich auf andere
speziell in den Thematiken jener Zentren, in denen er definiert ist.

Beispiel – Emotionalzentrum weil ich da in den letzten Tagen in meinem Blog über die Human Design Matrix ziemlich viel drüber geschrieben habe – und da jetzt eben noch ein zusätzliches Aha.Erlebnis hatte beim aufwachen grad eben.

Vorab mal noch eine Anmerkung zu dieser meiner Aussage – weil ich einige KolegInnen kenne, die von sich behaupten, dass dies nicht so ist – weil sie eben glauben, „über diesen Dingen zu stehen“ – hm – tja, wenn sies glauben, wirds wohl so sein – für sie – in ihrer Welt – aus der heraus sie allerdings wieder nur von sich auf andere schliessen.

Es wurde schon seit Jahren in der Gehirnforschung darüber geforscht, was und wie wir wahr.nehmen – und wo welche Einflüssen schlagend werden – und bestimmte Dinge be.wirken – und letztendlich kommen unterschiedlichste Gruppierungen immer wieder zum gleichen Ergebnis – wenn wir etwas nicht real mit unseren Sinnen erlebt haben – können wir es zwar manchmal benennen – aber nicht wieder erkennen.

Es gibt natürlich Menschen, die von anderen etwas hören – oder auch lernen – und dies dann als Allgemeingültigkeit akzeptieren – und weiter plappern – aber wirklich wissen, wovon sie sprechen, tun sie erst, wenn sie es wirklich auch real erlebt haben – und klar – auch ich schliesse grad von mir auf andere – allerdings hab ich das auch immer wieder in zahlreichen Diskussionen immer und immer wieder hinterfragt.

Ähem – ja – stimmt – selbsterfüllende Prophezeihung – wissenschaftliche Doppelblindversuche – warum gibt es die?

Damit der Versuchsleiter durch seine/ihre Einstellung nicht das Ergebnis beeinflussen kann. Man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen – in der Wissenschaft gibt es Doppelblindversuche, damit der Versuchsleiter das Ergebnis der Versuche nicht beeinflussen kann – was im Umkehrschluss aber auch aussagt, dass es in der Wissenschaft die Überzeugung gibt, dass eben die Lebenserfahrung und Einstellung des Versuchsleiters einen Einfluss auf das Ergebnis haben kann – was allerdings was ist, was wissenschaftlich jetzt eher nicht wirklich nachgewiesen werden kann.

Mein Resume – egal, wer was tut – es wird immer von ihrer/seiner ureigensten Einstellung beeiflusst – oder – anders gesagt – jeder kann immer nur von sich auf andere schliessen – und jetzt eben abgeschwächt – zumindest, was die definierten Zentren entpsrechend der Human Design Matrix betrifft 😉

Klar gibt es Menschen, die neue Materien erforschen – weil sie eben neugierig sind – oder auch wißbegierig – und in immer neue Welten eintauchen – aber die tun das bewusst – lassen sich bewusst auf eben neue Erfahrungen und Erkenntnisse ein – von denen möchte ich jetzt auch gar nicht schreiben.

Mir geht es hier um uns eher „ganz normale“ Menschen – und das in Alltagssituationen – wir re-agieren immer aus dem, was wir bisher erlebt und erfahren haben – und im ersten Moment können wir immer nur von unseren Erfahrungen auf andere schliessen – ist so – und je bewusster wir uins dessen sind – oder werden – desto schneller können wir re.agieren und um.switchen in einen Zustand, in dem wir uns für neue Erfahrungen öffnen.

Meine persönliche Überzeugung – Menschen, die davon ausgehen – und sich dies auch noch auf irgendwelche Fahnen heften – dass sie nie von sich auf andere schliessen – sondern absolut reflektiert durchs Leben schreiten – also die tun mir entweder leid, weil sie permanente Gedankenkontrolle leben müssen – oder sie haben eigentlich im Grunde keine wirkliche Ahnung davon, wovon sie reden.

Wie komm ich grad jetzt auf dieses Thema?

Wir waren gestern Essen – 3 Personen – jemand mit einem offenen Emotionalzentrum (was ich auch hab) – und jemand mit einem definierten Emotionalzentrum – um eben mal nur eines der 9 Zentren der Human Design Matrix heraus zu picken – als Beispiel für alle anderen.

Es war eine angeregte Diskussion – und irgendwie wurde bald mal klar, dass wir – die mit den offenen Emotionalzentren – uns zwar auf Menschen mit definiertem einlassen können – uns öffnen können – und an den Emotionen der anderen „mitnaschen“ können – aber umgekehrt wird es etwas schwieriger.

Zumindest geht es nicht wirklich einfach, emotional zu erfassen, wie es ist, wenn man ein offenes Emotionalzentrum haben würde – und letztendlich kam ich zu dem Schluss – grad eben – beim Aufwachen – dass es ganz einfach gehen kann – und wir werden genau das auch bei unserem Tag der offenen Tür anbieten.

Aufstellungen

Jeder, der schon mal bei einer Aufstellung war, weiß, dass da Kräfte am Werk sind, die man mit logischem Verstand eher nicht erklären kann. Es gibt das sogenannte morphogenetische Feld, aber dies ist eine von vielen theoretischen Erklärungsmodellen, die nicht wirklich wissenschaftlich verifiziert werden kann, weil es einfach nicht wirklich „greifbar“ ist – man sieht immer wieder, dass es wirkt – und auch funktioniert – aber so richtig rational erklären kanns niemand.

Wie auch immer – meine Idee – die ich zwar in einfacherer Form schon länger hatte – und von daher auch schon angekündigt, dass wir eben HDM-Aufstellungen bei unserem Tag der offenen Tür durchführen werden – aber letzte Nacht kam jetzt noch eine Ebene dazu, die wieder mal neu ist.

Wir hatten letztens real über „oben ohne“ diskutiert, weil wir alle drei, die wir auch gestern zusammen sassen, sowohl das Kopfzentrum, als auch das Ajna offen haben – d.h. wir wissen jetzt nicht, wie sich permanent definierte Kopfzentren äußern – wir können uns zwar temporär „einklinken“ – aber wirklich damit leben tun wir nicht.

Da war die Überlegung meines Gesprächspartners – ich stell mich in den Kopf, weil ich möchte das mal erleben, was sich verändert, wenn ich die Energie dieser definierten Zentren wirklich erfahre.

Vielleicht noch dazu gesagt – wir werden beim Tag der offenen Tür die Zentren der Human Design Matrix in geeigneter Form vorhanden haben, dass man sich wirklich in die einzelnen Zentren rein stellen kann – und auch den Unterschied erleben, wie es sich anfühlt, ob die Zentren offen oder definiert sind.

Was mich jetzt eben interessiert – allerdings werde ich das möglicherweise vorher schon austesten – ist – wie reagiert ein Mensch mit definiertem Emotionalzentrum, wenn er in der aufgelegten Körpergrafik eines anderen Menschen steht, der dieses Zentrum offen hat – eigentlich müsste es funktionieren – nach dem, was ich im letzten Jahrzehnt in Aufstellungen erlebt hatte.

So weit, so gut – vielleicht noch mein persönliches theoretisches Aha.Erlebnisse zum Unterschied offenes und definiertes Emotionalzentrum.

Da war eben gestern, dass wir,die  mit dem Zentrum offen – doch ähnliche Erfahrungen gemacht habe – und dies jetzt so nicht gleich nachvollzogen werden konnte von unserem Gesprächspartner mit dem definierten Emotionalzentrum.

Und heute früh fiel mir ein ganz anderes Erlebnis so richtig nachhaltig ein – wo wir zu fünft waren – 2 mit definiertem und 3 mit offenem Emotionalzentrum – und damals war es voll spannend – für mich – dass einer von „uns“ einen eigenen emotionalen „Ausbruch“ hatte – und dies aber nur uns beiden anderen mit dem offenem Zentrum aufgefallen ist – die beiden Beteiligten mit den definierten Emotionalzentrum haben es überhaupt nicht „mitbekommen“.

Wir mit dem Zentrum offen, haben dessen VerÄnderung eigentlich unmittelbar emotional wahrgenommen – und die, welche das Zentrum sowieso auf ihre jeweils unterschiedliche Art definiert haben – haben überhaupt nicht reagiert. Es hat mich zwar damals schon fasziniert, aber erst jetzt ist es mir bewusst geworden, was wirklich gelaufen ist – aus Sicht der Human Design Matrix.

Wenn jemand in einem Zentrum offen ist, re.agiert er viel stärker auf jene, die dieses Zentrum definiert haben – weil es etwas ist, was sie bewusst nicht kennen – also merken sie, wenn sich etwas verändert. Und sie merken es auch heftiger, wenn jemand anderer mit einem offenen Zentrum ebendort grad eine VerÄnderung durchmacht – sei es kurzfristig oder auch nachhaltig.

Wenn aber ein Zentrum definiert ist, dann erkennt man diese Thematik nicht automatisch – wenn jemand mit offenem Zentrum irgendwie re.agiert – man be.wertet ReAktionen eines Gegenübers eben aus der Sicht des eigenen definierten Zentrums und kann gar nicht nachvollziehen, wie es dem gegenüber tatsächlich geht.

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