Kontakt vermeiden

Hatte gestern mal wieder eine reale Diskussion mit einem lieben Bekannten, der im Laufe des Gespräches dann meinte – seit ich den Kontakt mit solchen Menschen vermeide, geht es mir besser.

Woraufhin ich ihn fragte, ob er seither vor ihnen Ruhe hätte – und er meinte – wenn du mich so fragst, nicht wirklich – und meine nächste Frage ihm dann überhaupt nicht recht war:

Was kannst du von denen, die dir derart aufn Keks gehen eigentlich lernen?

Und er wieder – naja, dass ich mich nicht mehr mit ihnen abgebe

Ok – und? Nutzt es was?

Nein – sie kommen immer wieder

Na also – was kannst jetzt von ihnen lernen?

Ich versteh jetzt deine Frage nicht

Naja , klar – ich hätt sie damals – vor an die 10 Jahren – auch nicht verstehen wollen und/oder können 🙂 Und – es nutzt nix – er und ich – wir sind uns dann doch ziemlich ähnlich – in manchen Dingen *ggg*

Worum gehts – naja, zumindest mir?

Ich hatte vor über einem Jahrzehnt eine Freundin, die ich zwar mochte – mit deren Lebenseinstellung ich aber sowas von überhaupt nicht klar kam – und ich gab es mir über Jahre hinweg – versuchte auch immer wieder, ihr begreiflich zu machen, wie unsozial sie sich manchmal aufführte – half alles nichts – sie wurde immer ärger – und ich ärgerte mich immer mehr.

Bis – ja – bis ich auf die Idee kam, dass ich nicht für sie wichtig sein könnte, damit ich ihr etwas von meinem Ordnungssinn „bei bringe“ oder auch einfach nur „vorlebe“ – sondern mir anschau, was ich von ihr lernen konnte. Nein – ich möchte nie so leben müssen, wie sie es auch heute noch tut – aber irgendwie hab ich mal unvoreingenommen hin geschaut und für mich erkannt:

Mach dir doch nicht immer selbst mehr Stress als unbedingt nötig.

Klar, ich hab in Bezug auf die Human Design Matrix die Umsicht definiert – ich mach mir auch um mein jeweiliges Gegenüber Gedanken, wie sie/er das versteht, was ich sage – aber wie wichtig ist das alles jetzt wirklich? Naja, für mein offenes Emotionalzentrum ist es sehr wichtig – Hauptthema: harmoniesüchtig 😉

Und dann traf ich „ihn“ – den Inbegriff all dessen, was ich schon damals bei ihr nicht verstehen konnte und wollte – doch, ihn lieb(t)e ich – bei ihm blieb mir nichts anderes übrig, als mich mit den Themen wieder auseinander zu setzen – und mich nochmals damit zu konfrontieren.

Ganz hab ichs auch da noch nicht „gelernt“ – drum verschwand er wieder für einige Zeit in der Versenkung – um jemanden Platz zu machen, der noch extremer ist/war als die beiden bisherigen zusammen – und da hab ich dann jetzt – auch in Bezug zu eingangs erwähnten Gesprächspartner – erkannt, dass es gar nicht wichtig ist, ob ichs nachvollziehen kann, warum die/derjenige das tut, was sie/er tut.

Das einzige, was – für mich – wirklich zählt ist – wie weit lasse ich mich auf mein Gegenüber ein?

Und wenn ich mich – auf was auch immer – einlasse, wie arrangiere ich mit deren/dessen Thematiken?

Vor allem aber – was kann ich im Gegenüber erkennen?
Was ist genau der anteil in mir, den ich (noch) nicht aus.leben kann und/oder will?

Das Nächste ist dann die EntScheidung – verschieb ich das Lernen aufs nächste Mal- oder stell ich mich der Problematik gleich – um mehr gehts nicht – aber auch nicht um weniger 😉

Interessanterweise taucht die damalige Freundin irgendwie wieder auf, bevor ich mich auf „ihn“ damals eingelassen hab – mich geöffnet hab – und ungespitzt in den Erdboden gestampft wurde – ich sehs jetzt rückblickend als Art Vorwarnung 😉

Und auch der, der dann letztes Jahr kam und mir zeigte, dass es immer noch eine Steigerungsstufe gibt – auch der tauchte jetzt wieder auf, um sich endgültig von mir zu verabschieden.

Was ich damit sagen will – hinschauen – die Erkenntnisse gewinnen, die in dem Moment für sich selbst wichtig und richtig sind – und wenns die für einen richtigen Erkenntnisse sind – dann brauchen derartige Menschen auch nicht mehr zu kommen – bzw. zeigen sich auf einmal vielleicht von einer ganz anderen Seite.

Damals habe ich für mich heraus genommen, dass ich nicht immer alles gar so ernst sehe – habe mich auf eine 3. Beziehung und Ehe eingelassen, die letztendlich zwar auch wieder den Bach runter gegangen ist – aber trotzdem unheimlich viele Lernerfahrungen gebracht hat.

Nach der letzten Scheidung verfiel ich dann wieder in alte Muster – Existenzängste, Suche nach Sicherheit und Geborgenheit – die Sehnsucht, einen richtigen Mann an meiner Seite zu haben – einen, bei dem ich mich auch anlehnen konnte, wenn ich mal wieder ins Zweifeln kam.

Pustekuchen – ich werde im Aussen das nicht finden, was in meinem Inneren zu tief verschüttet ist – bzw. war – heute weiß ich, dass ich vor einem Jarzehnt nur eine Ahnung davon hatte, was es wirklich bedeuten könnte, was mir damals gespiegelt wurde.

Zwischenzeitlich ist so viel passiert – ich stand an Abgründen, die ich vor 11 Jahren nicht mal in meinen heftigsten Alpträumen hätte zulassen mögen – und letztendlich wird mein Leben immer lebenswerter – aus einem ganz einfachen Grund – weil ichs langsam aber sicher kapiere:

Das Leben ist viel zu wichtig, um es ernst zu nehmen.

Je spielerischer die Herausforderung „Leben“ angegangen wird, desto lust.voller und erfüllter präsentiert es sich – je mehr ich mich mit den Sorgen und Problemen anderer Menscen zu mülle, desto dünner wird die Luft in dieser Müllhalde.

Wenn ich dem gegenüber aber raus geh – und tief durch atme – dem Leben eine Chance gebe, sich zu ent.falten – desto leichter wird es – desto mehr zeigt es sich von seiner schönsten und befriedigensten Weise.

Eine starke Schulter zum anlehnen ist zwar schön und gut – aber wirklich „brauchen“ tu ich keine – seit ichs endlich wirklich geschafft habe – um zu denken – und einen grossen Schritt in eine andere Richtung zu machen.

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Eine Antwort to “Kontakt vermeiden”

  1. Libellchen Says:

    Super! Ja immer diese Selbsterkenntnisse 🙂

    LG


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