Nichts als die Wahrheit

Ich bin noch immer fasziniert von den ersten Seiten der 12. Prophezeihung von Celestine  speziell von einer Passage ganz am Anfang:

Wenn ich Wil richtig verstanden hatte, dann konnte man
den synchronistischen Fluss aufrechterhalten, indem man in jeder
Situation ehrlich die eigene Wahrheit kommunizierte, wie immer diese
aussah – und zwar in erster Linie, weil man dadurch in der Klarheit der
eigenen tieferen Lebenserfahrung zentriert blieb.
(aus der Leseprobe des kostenlosen Downloads in der deutschsprachigen Celestine-Community)

Würde ich das vor einem Jahr gelesen haben, hätte ich an dieser Stelle vielleicht aufgehört zu lesen – heute fasziniert mich grad das, weil – seit ich immer mehr bei mir bleibe – seit ich auch nach aussen hin kongruenter auftrete – mich nicht mehr verbiege, weil mich irgendwer irgendwie gern anders hätte, als ich bin – oder ich davon ausgehe, dass es so sein könnte – seither funktioniert auch mein Leben viel leichter und einfacher.

James Redfield

Die ZWÖLFTE Propheziehung von Celestine

die zwölfte Prophezeihung von Celestine, James Redfield

Ich hatte damals vor meiner letzten Scheidung den Verlag meines Ex übernommen – wollte ihn weiter führen und aufrecht erhalten – damit nicht alles, was ich darin investiert hatte, für immer und ewig verloren sei. Ich habe 2 Jahre darum gekämpft, das Ding am Leben zuhalten. Letztendlich kam dann meine Kündigung – und die Wahl, entweder nicht überlebensfähig zu sein – oder den Verlag zu killen – ich entschied mich fürs killen – und es war eine zentnerschwere Last, die mir von den Schultern fiel, als ich den Gewerbeschein auf die BH zurück brachte – ich fühlte mich sowas von frei.

Und seither wirds auch immer leichter – ich ging noch durch einige depressive Phasen – und grad jetzt erhol ich mich von einer heftigen Grippe – weil ich noch immer „heiß bin“ über Dinge in meinem Leben, zu denen ich noch nicht dezitiert Stellung bezogen habe.

Aber da ist der Widerspruch in mir – ich kann niemanden ins Gesicht sagen, dass ich ihr/sein Verhalten einfach nur zum kotzen finde – weil auf der anderen Seite die Seele in meiner Brust wohnt, die niemanden bewusst verletzen möchte. Also brauchte ich etwas, wie ich das eine mit dem anderen verbinden kann. Ich habs jetzt in einem alten Blog wieder aufleben lassen – nein, die Adresse gibts diesmal nicht – ist meine ganz persönliche Müllhalde, wo ich mir eben das von der Seele schreibe, was ich niemanden wirklich real sagen könnte.

Und es fühlt sich für mich voll stimmig an – ich habs von mir weg – belaste aber auch niemanden damit, ders gar nicht wissen möchte – und falls derjenige über genau den Blog „stolpert“, wird er genau wissen, worums grad geht – ohne, dass ich extra Namen nenne.

Es ist meine – österreichische – Lösung – mein Kompromiss für mein neues Leben – und Schreiben – ich brauche niemanden bewusst verletzen, indem ich ihm seine in sich selbst aufgebauten Lügengebäude zerstöre – dadurch, dass ich „Klartext rede“ – aber auf der anderen Seite brauch ich mich auch nicht länger damit belasten, dass ich das Wissen um seine selbst errichteten Scheinwelten mit trage.

Ja – ist meine Lösung – auch nicht 100-%-ig astrein – aber für mich stimmig – und bestätigt sich auch dadurch, dass es immer mehr positive Aktionen in meinem Leben gibt, die mir genau diese oben zitierte Aussage bestätigen.

Solange meine Harmoniesucht überwogen hatte – und ich die Klappe hielt zu manchen Themen, die mich aber innerlich letztendlich trozdem nachhaltig belasteten – gings mir weit schlechter als jetzt, wo ich den Frust von mir ablade auf einen öffentlichen Platz, wo jeder vorbei kommen kann – aber auch keiner muss – meine Müllhalde wächst – und irgendwann wird sie als Dünger für irgend etwas ganz anderes dienen – aber ich schlepp den ganzen Schrott nicht mehr in mir mit *freu freu freu*

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