BurnOut = ausgebrannt

Es gibt auf facebook grad eine Diskussion über Labyrinthe – eigentlich war meine Feststellung, dass ich gestern jetzt endgütlig das Jahr 2010 für mich abgeschlossen habe – der Auslöser dafür. Aber Nicky hat grad etwas geschrieben, was ich gern zum Anlass nehmen würde, um genau dieses Problem hier zu thematisieren:

…… Sinn des Labyrinths und des Beschreitens desselben, z.B. zur eigenen Mitte zu finden, zurück zum Ursprung und mit voller Kraft wieder hinaus ins Leben, …. hat meditativen Charakter, davon können wir im Burnout-Zeitalter nicht genug bekommen.

BurnOut

Fallweise sicher auch als Ausrede gebraucht – klingt es in manchen Ohren schon seeehr abgedroschen – aber im Prinzip ist es „die Krankheit“ der aktuellen Zeit. Immer mehr Manager kippen ins „Aus“ – aber nicht nur die – mittlerweile sind alle Schichten davon betroffen.

Ich selbst bin jetzt lange Zeit an der Kante dazu gestanden – gefördert auch durch ewig wiederkehrende Aussagen, dass das, was ich habe ganz sicher kein BurnOut ist, allein aus dem Grund, weil sonst müsste es mir viel schlechter gehen.

Aber nur, weil ich nicht auf der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses gelandet bin, geh ich jetzt nicht davon aus, dass ich nicht wirklich mitreden kann bei diesem Thema.

Ganz im Gegenteil – ich rede schon seit längerem mit – und ich hatte auch mal angefangen, ein eBook darüber zu schreiben – und dazu gibt es auch einen Blog – mit einigen meiner persönlichen Erfahrungen – und auch den Erkenntnissen der letzten Zeit ==> hier klicken.

Ich wünsche niemanden, dass sie/er wirklich „ausbrennt“ – und wenn, dann wünsche ich ihr/ihn schon gar keine „Freunde“, die sich drüber lustig machen – und dadurch möglicherweise genau das noch fördern, dass man sich immer mehr und mehr aufbürdet, um dem gerecht zu werden, was von einem erwartet wird.

Jedes Anzeichen von heftiger und echter Müdigkeit sollte wahrgenommen werden – und auch dem entsprechende Pausen eingelegt werden. Wenn man sich richtig „ausgebrannt“ fühlt, keinen Antrieb hat, sich neu auf zu raffen und was Neues zu beginnen – ist das eins der wichtigsten Symptome für BurnOut – also, wenns nicht schon immer die grundlegende Veranlagung war.

Jede.r ist perfekt, wie sie/er ist  – und wenn man glaubt, noch mehr und mehr beweisen zu müssen – ist das Ziel schon vorgegeben – und das sollte nicht das BurnOut sein.

Kraft tanken – zur Ruhe kommen – Mediation – seine Mitte finden – bzw. auch auf die eigene Veranlagung entsprechend der Human Design Matrix Rücksicht nehmen.

Wenn jemand keine Kraftzentren definiert hat, braucht sie/er einfach mehr Pausen – und die darf sie/er sich zugestehen.

Niemand muss sich selbst tätglich fertig machen – schon gar nicht, wenn sie/er ev. auch noch eine offene Wurzel hat – und ein offenes Ego – darüber hab ich erst letztens was in meinem Blog über die Human Design Matrix geschrieben.

Interessanterweise habe ich in den letzten Monaten festgestellt, dass es einen enormen Unterschied macht, ob eben jemand ein sogenannter Generator / UmsetzerIn ist – oder einem anderen Typ entspricht – ins BurnOut kann jede.r rutschen – bei den anderen wirkt es sich nur noch tragischer aus.

Und vor allem sollten Menschen, die im BurnOut sind, auch wirklich ernst genommen werden – dadurch hilft man ihnen am Meisten. Ich kann mich noch gut an einen meiner Klienten erinnern, der sich selbst als „faul“ gesehen hat – und ihm dies auch immer wieder von aussen bestätigt wurde – weil er nach einem Schlaganfall seinen Managerpostition nicht mehr ausfüllen konnte.

Er fühlte sich bei mir gut aufgehoben, weil er schon in der zweiten Sitzung feststellte – „sie halten mich ja wirklich nicht für einen Schmarotzer“ – und das hat ihm möglicherweise sogar mehr gebracht als tausende klassische Therapiestunden – er wollte ernst genommen werden mit seinem Thema.

Es ging nicht darum, dass er nie wieder was tun wollte – er wollte einfach zu dem Zeitpunkt die Anerkennung dafür, dass es so ist, wie es ist – und eine ernstgemeinte Hilfe, da wieder raus zu kommen – seine Flamme neu entzünden zu können – und witzigerweise habe ich nicht mal ein halbes Jahr nach dem Erlebnis sowas ähnliches selbst erlebt.

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