Lughnasadh = Erntedank

Das Erntedankfest wird ja eigentlich auch im christlichen Bereich gefeiert – bzw. zeigt es sich im Alltag in der Wein.Lese – gemeinsam mit Freunden – oder auch Leiharbeitern – erntet man die Weintrauben, um sie weiter zu verarbeiten. Gefeiert wird es am 1. August oder in der Nacht davor

Erklärung der Geschichte © Cesarel, 2008

Das 7. Fest im Jahreskreis ist Lughnasadh oder das Schnittfest. Wir feiern dieses Fest am abnehmenden Mond nach Litha, während die Sonne durch das Tierkreiszeichen des Löwen wandert, die meisten Hexen / Heiden jedoch am 1. August. Lughnasadh ist ein Name aus dem Keltischen. Das Fest ist dort dem Sonnengott Lugh gewidmet. Lughnasadh ist die Zeit der beginnenden Ernte der Feldfrüchte.

Der Sonnengott, in Gestalt des Kornkönigs, hat seinen Zenit überschritten und macht sich bereit für seine Reise in die Unterwelt. Sie ist die große Schnitterin, die schwarze Göttin, die den Tod bringt. Sie ist die bergende, schützende, dunkle Mutter, in deren Arme die Toten zurückkehren und aus deren Schoß wieder neues Leben geboren wird.

In alter Zeit glaubten die Menschen daran, daß eine neue Seele aus der Unterwelt geholt werden müßte, damit ein Kind geboren werden konnte. In einigen Orten hatten die Hebammen diese Aufgabe. Diese holten, so glaubte man, vor der Niederkunft einer Frau die Seele aus Höhlen, Brunnen oder Quellen. An solchen Stellen liegt im Volksglauben der Eingang zur Unterwelt, über die Frau Holle gebietet.

An diesem Fest war es wichtig, den Segen der Götter für die beginnende Ernte zu erbitten, für eine möglichst regenfreie Erntezeit, denn wenn das Getreide naß wurde, konnte es nicht eingebracht werden und verfaulte auf den Feldern. Deshalb war es wichtig, Donar / Thor, den Donnergott, gnädig zu stimmen, denn er war auch für den Regen zuständig.

Für uns ist es die Zeit, darum zu bitten, daß wir unsere Vorhaben, deren „Samen“ wir im Frühjahr „gesät“ haben und die jetzt „Früchte“ tragen, zu Ende führen können, um die‘ „Früchte“ unserer Arbeit zu genießen. Es ist auch die Zeit, uns bei Mutter Erde dafür zu bedanken, daß sie uns ernährt. Leider nehmen wir heutzutage viele Dinge als selbstverständlich hin.

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