Imbolc – Lichtmeß

Lichtmeß – heute noch in manchen Gegenden am Lande Brauch, dass die Lichtmeß.Sänger von Haus zu Haus ziehen und die Hausfrau und den Hausherren besingen und ein gesegnetes neues Jahr wünschen. Bei uns geschieht das allerdings meist am Wochenende vorher.

Erklärung der Geschichte © Cesarel, 2008

Das 3. Fest im Jahreskreis ist Imbolc, das sie am Neumond (erste schmale Mondsichel nach Schwarzmond) nach Yule feiern, während die Sonne durch das Tierkreiszeichen des Wassermanns wandert. Andere begehen dieses Fest am 2. Februar.

Imbolc ist auch unter dem Namen Brigid bekannt, weil an diesem Tag der dreifaltigen, keltischen Göttin Brigid gedacht wird. Sie ist übrigens die einzige europäische Göttin, die Eingang in den haitianischen Voodoo gefunden hat, vermutlich durch den Einfluß irischer Seeleute. In Haiti wird sie unter dem Namen Maman Brigitte verehrt und ist dort als Herrin / Hüterin der Toten bekannt.

Die katholische Kirche machte aus der keltischen Göttin Brigid die heilige Brigid, deren Gedenktag ebenfalls am 2. Februar gefeiert wird. Imbolc ist die Zeit des wiederkehrenden Lichtes, die Tage werden jetzt spürbar länger. Die Göttin, die den Winter über die Herrin der Unterwelt war, kehrt jetzt zurück. Die Natur beginnt sich zu regen. Schneeglöckchen brechen durch die Erdoberfläche und zeigen damit das nahe Ende des Winters an.

Doch noch herrschen die kalten Temperaturen vor, und meistens liegt um diese Zeit noch Schnee, der Winter will sich noch nicht verabschieden, er muß vertrieben werden. Deshalb verbrannten die Menschen der früheren Zeit während dieses Festes eine Strohpuppe, die den Winter darstellen sollte. Mit viel Lärm und Maskeraden wurden die unfruchtbaren (bösen) Geister des Winters, der dunklen Jahreszeit, vertrieben, um den fruchtbaren (guten) Kräften Platz zu machen.

Der Göttin Freyja, als Verkörperung der lebensspendenden Erde, wurden Opfer dargebracht. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtete in seinem Werk Germania über einen Umzug der Meeresgöttin Nerthus, der Mutter der Erdgöttin Freyja, mit einem Wagen. Überall, wo die Göttin vorbeikam, herrschten Friede und ausgelassenes Feiern. Auch heute noch feiern wir im Februar/März ein Fest, bei dem Umzüge mit Wagen und Masken eine große Rolle spielen. Es ist das Überbleibsel dieses alten heidnischen Festes und nennt sich Fastnacht oder Karneval.

Allerdings ist durch die Umdeutung der Kirche der ursprüngliche Sinn dieses Festes nicht mehr erkennbar. Heute ist Fastnacht das Fest, das die Fastenzeit einleiten soll, die bis Ostern geht, um der Leiden des Religionsstifters Jesus zu gedenken, der, nach christlichem Glauben, an Ostern wiederauferstehen soll. Was dann allerdings der Vollmond, der im Heidentum eine große Rolle spielt, mit der Berechnung eines christlichen Festes und der einleitenden Fastenzeit zu tun haben soll, ist doch recht unklar.

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