Samhain – Halloween – Allerheiligen

Der keltische Jahreskreis – und auch das Hexenjahr – beginnt eigentlich mit dem Fest vor der Wintersonnenwende – welches entweder

in der Nacht von 31. Oktober auf 1. November

statt findet oder

zum 11. Neumond des Kalenderjahres

BeDeutung:

Anfang und Ende – das Sterben des alten Jahres – und die Zeugung des neuen. Gleichzeitig auch eine Nacht, wo die Tore zu den Ahnen weit offen stehen und welche prädestiniert ist, um sich mit denen aus zu söhnen – oder einfach nur, ihrer zu gedenken.

Erklärung der Geschichte © Cesarel, 2008

Das 1. Fest im Jahreskreis ist Samhain. Viele feiern es am Schwarzmond nach Mabon, während die Sonne das Tierkreiszeichen des Skorpions passiert, andere legen das Datum auf die Nacht zum 1. November. Samhain oder Halloween ist das keltische Neujahr.

Die Kelten und auch die Germanen teilten das Jahr früher in Mondmonate ein. Ein Monat begann mit Neumond, dem ersten dünnen Sichelmond nach Schwarzmond, der Mondphase, in der der Mond, aufgrund des Neigungswinkels der Erde, nicht zu sehen ist.

So kennzeichnet Samhain das Ende des alten Jahres und den Beginn des neuen. Das Alte stirbt und daraus entsteht etwas Neues. Dieser Tag erinnert uns daran, daß Leben und Tod die zwei Seiten einer Medaille sind: Ohne den Tod gäbe es kein Leben, ohne Leben keinen Tod.

Aus diesem Grund gedenkt man an Samhain auch der Toten, besonders der eigenen Ahnen, die ja nach altem Glauben die Familie beschützen und ihr mit Ihren Ratschlägen zur Seite stehen. Den Toten des vergangenen Jahres gedenkt man noch nicht, da ihr Tod noch nicht lange genug zurück liegt. Sie brauchen mindestens ein Jahr, um sich von ihrem diesseitigen Leben zu trennen, auf die „andere Seite“ hinüberzugehen und sich dort „einzurichten“.

Durch die Kontaktaufnahme zu ihnen oder ein Nicht-gehen-lassen-wollen infolge übermäßiger Trauer und Nicht-akzeptierenkönnens, halten wir sie unnötig lange in dieser Welt fest und nehmen ihnen die Möglichkeit, in Frieden zu gehen. Ihnen kann man an Samhain des übernächsten Jahres gedenken, wo sie dann auch feierlich in den Kreis der zu verehrenden Ahnen aufgenommen werden können.

Aber nicht nur den Toten selbst ist dieses Fest gewidmet, sondern auch den Totengöttern, die die Toten in ihrem Reich willkommenheißen und unter deren Schutz sie stehen. Im germanischen Sprachraum ist hier die Hulda, Holle oder Hel bekannt, eine Form der Erdgöttin in ihrer Gestalt als Herrscherin über das Totenreich.

In anderen Gegenden wird sie auch Bercht oder Perchta, die Bergende, genannt.Ihr können an diesem Tag auch Opfer (in Form von Naturalien, Rauchwerk, Kerzen, oder ähnlichem) gebracht werden. Auch Wotan und Freyja, die ebenfalls über die Toten herrschen, kann an diesem Tag geopfert werden.

Bei den Menschen der früheren Zeit war Samhain übrigens der Zeitpunkt, an dem das Vieh geschlachtet wurde, das man nicht über den Winter bringen konnte. Dieses Fleisch wurde geräuchert, gepökelt oder sonstwie haltbar gemacht, um während des langen, kalten Winters als Nahrung zu dienen. Natürlich erhielten auch die Götter und Ahnen einen Anteil.

An Samhain sind die Grenzen zur Anderswelt besonders durchgängig. Daher ist dies auch die Zeit der schamanischen Reisen in die Totenwelt, meistens mit dem Ziel, Wissen zu erlangen, – die Zeit der schamanistischen Initiationen und die der Orakel, bei denen auch die Toten / Ahnen direkt befragt werden können.

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Eine Antwort to “Samhain – Halloween – Allerheiligen”

  1. Emma Says:

    Ich liebe Samhain. Es ist das wichtigste Fest im Jahreskreis, da die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits brüchig ist. Jetzt können wir mithilfe der Göttin das ‚Paradies in der Unterwelt‘ wieder herstellen, wie die alten Ägypter das formulieren würden, um unsere Wünsche zu erfüllen. Mehr in: Shakti Morgane, Grimoire – Buch zur Umwandlung von Schatten.


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