Kapitel 25 => Festmahl

„Wenn du auf dich achtest und lernst dich selbst zu lieben, werden noch ganz viele Blumen dazu kommen.“ Die Berghexe wollte sie aufbauen, doch das war gar nicht nötig. Das Libellchen konnte sehen, das sie auf dem richtigen Weg war. Die einzelne Orchidee bestätigte ihr das. Ihr Ziel war natürlich ein farbenfrohes, gut duftendes Stückchen Land, doch das hatte Zeit. Ein Schritt nach dem anderen. Eine Blume nach der anderen. Das Libellchen wusste dass es Zeit war zu gehen. Sie musste sich nun wieder der Welt stellen. Das verkriechen im Himmelreich war vorüber.

„Komm. Auf uns wartet ein leckeres Abendessen.“ MagdaLena nahm sie bei der Hand und so schlenderten sie zurück zum Haus. Als sie die Halle betraten konnte sie das leckere Essen schon riechen. Sie betraten das Esszimmer, wo die anderen schon auf sie warteten. Puschkin und Jack hatten den Tisch gedeckt und das Abendessen gekocht. Auch Gottfried war da und begrüßte sie herzlich. Es waren aber auch vollkommen fremde Menschen da.

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Kapitel 22 => Brückentore

Die Sonne strahlte hell, der See war ruhig und das Libellchen war am grübeln. MagdaLena störte sie nicht dabei. Sie hatte es sich im Gras gemütlich gemacht und wartete, bis das Libellchen das eben gehörte, verdaut hatte. „Kann mich nur ein Partner glücklich machen, der mir meinen Split schließt?“

„Nein. Also es ist so. Du bist immer auf der Suche nach Menschen die dir deinen Split schließen können, das können aber auch Freunde, Familie oder Arbeitskollegen sein. Du wirst dich bei diesen Menschen immer wohler fühlen als bei anderen. Wenn dir jetzt allerdings dein Partner deinen Split schließt kann es sogar so weit gehen, dass du in ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis stolperst. Dein Partner gibt dir dann etwas für dich ganz besonderes, und du würdest viel dafür tun, um das Gefühl zu behalten. Das kann sehr gut sein, kann aber auch für dich negativ sein. Weil du dir vielleicht mehr gefallen lässt, als bei jemanden der dir deine Split nicht schließt.“

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Kapitel 14 => Neuigkeiten

Der dritte Tag im Himmelreich beginnt für das Libellchen wieder mit Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze. Wahnsinn sie war erst 3 Tage hier und doch hatte sie schon soviel über sich selbst gelernt, dass sie das Gefühl hatte, schon wochenlang hier zu leben. Sie fühlte sich gut, wenn auch ein wenig erschöpft. Doch sie war auf jeden Fall neugierig was heute wieder alles auf sie zukommen würde. Sie schwang die Beine aus dem Bett und hüpfte fröhlich ins Badezimmer.

Eine halbe Stunde später war sie frisch geduscht und voller Tatendrang. Sie verließ ihr Zimmer und hüpfte die Wendelrampe hinunter. Unten angekommen umarmte sie Pandora und drückte ihr einen dicken Schmatz auf den Stengel. Dann ging sie ins Esszimmer in der Hoffnung, ein Frühstück vorzufinden. Und sie hatte Glück. MagdaLena war gerade dabei den Tisch zu decken. „Einen wunderschönen guten Morgen“ das Libellchen fühlte sich herrlich. „Guten Morgen! Du bist aber gut gelaunt. Hattest einen netten Traum?“ „Keine Ahnung, kann mich nicht erinnern, aber ich bin gut gelaunt aufgewacht.“ „Gut so! Behalte dir das Gefühl.“

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Kapitel 12 => Abendessen

Das Libellchen packte ihr Tagebuch ein und machte sich auf den Weg in das Esszimmer. Sie war noch immer ganz entspannt von der Massage und sie war irgendwie glücklich, weil sie das Gefühl hatte, heute einiges über sich selbst gelernt zu haben. Sie hoffte nur dass ihr MagdaLena helfen konnte, einen Weg für die Zukunft zu finden.

Im Esszimmer angekommen warteten schon alle auf sie. MagdaLena, Puschkin, Jack und auch Gottfried saßen bereits am Tisch und plauderten angeregt miteinander. „Hallo meine Liebe, du strahlst ja so“ knurrte Puschkin. „Ich fühl mich auch total toll! Danke noch mal für die Massage Gottfried. Du hast echt magische Hände.“ Gottfried lächelte sie an  „Schön das es dir gefallen hat. Wenn du wieder mal Lust hast, dich verwöhnen zu lassen, weißt ja jetzt wo du mich findest.“

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Kapitel 9 ==> Druck

Das Libellchen schwitzte. Sie hatte sich zwar schon in den Schatten gesetzt, doch sie schwitzte trotzdem. Vor ihr lag die zweite Seite ihrer „Hausarbeit“. Als Überschrift stand Stress und darunter hatte das Libellchen Druck geschrieben. Doch mehr war ihr dazu noch nicht eingefallen. Machte sie sich Stress wirklich selber? Sie hatte fallweise schon das Gefühl einem gewissen Druck ausgesetzt zu sein, aber der kam ja von ihrer Umwelt und nicht von ihr selber. Das Libellchen grübelte und schwitzte.

Sie nahm das Getränk das ihr Jack gebracht hatte und vertrat sich die Beine. Sie überlegte und überlegte, doch sie wusste nicht was sie schreiben sollte. Sie wusste das MagdaLena erwartete das sie mitarbeitete, das ihr die Berghexe nicht helfen konnte, wenn sie nicht ehrlich zu sich selber war, doch ihr fiel einfach nichts ein.

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Kapitel 6 ==> Frühstück

Frisch gebadet und in einen Bademantel gehüllt verließ das Libellchen das Badezimmer. Sie wollte sich gerade Kleidung aus dem Schrank holen, da wanderte ihr Blick zum Balkon. Sie hatte ja noch gar nicht die Aussicht betrachtet. Also ging sie raus auf den Balkon und nun wußte sie warum es hier so ruhig war. Ihr Zimmer war auf der Seite des Himmels. Sie stand auf dem Balkon und sah nur blauen Himmel und weiße Schäfchenwolken. Und hin und wieder einen schlafenden Amor. Eine tiefe Zufriedenheit breitete sich in dem Libellchen aus. Ein göttlicher Ort.

Ihr Zimmer mußte direkt über dem Eßzimmer sein. Eßzimmer, Hunger! Der Magen des Libellchen knurrte. Sie zog sich rasch an und machte sich auf den Weg. Sie trat vor die Tür und erstarrte. Sie blickte Pandora genau ins Auge. Nicht das Pandora Augen hatte. Wie? Sie orientierte sich. Rechts von ihr war die eine Wendelrampe und der genau gegenüber war die 2. Sie befand sich auf einer runden Galerie wo unzählige Türen weggingen. Vor ihr war ein Geländer, damit sie nicht hinunter stürzen konnte. Und in der Mitte stand Pandora. Gestern war ihr gar nicht aufgefallen daß der 1. Stock rund war. Sie war so fasziniert gewesen von Pandora, daß sie nichts anderes mehr gesehen hatte, als sie die Halle betreten hatte.

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Kapitel 5 ==> Zimmer

Das Libellchen wurde von einem Sonnenstrahl auf ihrer Nasenspitze geweckt. Sie hörte die Vögel zwitschern und erwachte mit einem guten Gefühl. Nach einer kurzen Phase der Orientierung wußte sie auch wieder wo sie war. Im Himmelreich. Ja wahrlich. Gestern war sie so schnell eingeschlafen dass sie sich ihr Zimmer gar nicht mehr angesehen hatte. Doch jetzt ließ sie ihren Blick durch den Raum schweifen, während sie sich die Augen munter rieb.

Sie lag in einem weichen Himmelbett. Alles war weich und anschmiegsam. Die Matratze fühlte sich an als wäre sie für sie gemacht worden. Direkt über ihr schwebte ein Traumfänger. Das Zimmer war in einem pastellfarbenen Fliederton gestrichen. Ein Künstler hat mit weißer Farbe ein interessantes Muster an die Wand gemalt. Es schien nicht so als würde es etwas bedeuten, doch die Linien beruhigten sie.

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Kapitel 4 ==> Bewohner

„Komm mit ich zeig dir den Rest des Hauses“. MagdaLena nahm sie wieder bei der Hand und Libellchen folgte ihr Richtung Halle. Dort angekommen hatte Libellchen das Gefühl, als würde ihr Pandora ein Luftbussi zuwerfen. Diese Blume war einfach süß. Sie mußte lächeln. Da fiel ihr wieder ein was MagdaLena vorher gesagt hatte. „Du hast gemeint die Amors fühlen sich bei uns wohl. Wer wohnt den noch hier?“

„Also Pandora hast du ja schon kennen gelernt und dann wäre da noch Puschkin.“ „Habe ich da meinen Namen gehört?“ die Frage klang wie ein angenehmes Knurren. Libellchen drehte sich ganz vorsichtig um. Vor ihr stand ein schwarzer Panther. Sein Fell glänzte als käme er direkt aus der Dusche. Er hatte einen stolzen erhabenen und doch geschmeidigen Gang. Und obwohl er ein Panther war, wirkte er nicht bedrohlich. Das Libellchen hatte keine Angst vor ihm, obwohl ihr so große Raubkatzen normalerweise nicht geheuer waren.

„Puschkin? Wie der Vodka?“ „Ja, wie der Vodka.“ Das Knurren ging Libellchen durch und durch. „Ich habe ihnen gestattet ihr Getränk nach mir zu benennen.“ „Du hast ihnen gestattet? Wie alt bist du leicht?“ das Libellchen mußte grinsen. Der war ja ur witzig, die Firma gabs schon ewig. „200 Jahre etwa, plus minus 20 Jahre. Und du?“ Da war das Libellchen sprachlos. Den Rest des Beitrags lesen »

Kapitel 3 ==> im Himmel

Sie stand in einer Halle. Alles war hell und geschmückt mit Klangspielen die von der Decke hingen. Sie konnte keine einzige Tür sehen, nur offene Torbogen. Und hinter jedem Torbogen konnte sie den Garten sehen. Direkt vor ihr stand eine 5 Meter hohe Sonnenblume. Es sah aus als wollte sie sie begrüßen. Libellchen konnte es sich nicht erklären aber die Sonnenblume hatte die Hand gehoben als wollte sie ihr winken.

„Das ist aber eine riesige Sonnenblume“ meinte das Libellchen. „Das ist Pandora!“ „Wie die Büchse?“ „Schaut sie aus wie eine Büchse?“ MagdaLena grinste. „Du hast schon recht. Sie ist nach der Büchse der Pandora benannt.“ „Aber die Büchse enthielt doch alles Böse! Wie paßt daß denn hier her? Ausserdem siehst sie gar nicht böse aus, eher fröhlich.“ „Sie ist auch unser Sonnenschein! Weißt du was ganz am Boden der Büchse der Pandora war?“ „Nein“ antwortete das Libellchen zögernd. War denn außer all dem Unheil noch was in der Büchse? Den Rest des Beitrags lesen »

Kapitel 1 ==> Aufstieg

Das Libellchen war sich nicht mehr sicher, ob es wirklich eine gute Idee war, was sie tat. Sie war auf dem Weg ins „Himmelreich“. So nannte die Berghexe angeblich ihr Heim. Das Libellchen wußte nur leider nicht, ob die Gerüchte stimmten und es die Berghexe und das Himmelreich wirklich gab. Als sie davon erfahren hatte, hatte sie auch sofort daran gezweifelt. Konnte es wirklich so einfach sein? Sie mußte einfach nur zu der Berghexe gehen und die würde ihr helfen können?

Das Libellchen hatte Zeit ihres Lebens Probleme mit sich selbst gehabt. Sie wußte nicht wofür sie auf diese Welt geschickt war. Sie war nutzlos. Natürlich trug sie ihren Teil zum Miteinander der Menschen bei, doch so richtig wichtig war sie nicht. Also, ob es sie nun gab, oder nicht, machte für die Menschheit keinen wesentlichen Unterschied. Zumindest war das ihre Sicht der Dinge. Und auch wenn sie ihre Freunde immer wieder von dem Gegenteil überzeugen wollten, so konnte das Libellchen diese Sicht ihres Selbst nicht verinnerlichen.

Ach wenn sie doch nur wüßte, was sie tun könnte, damit sie endlich ihren Platz im Leben finden würde. Den Rest des Beitrags lesen »

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